Von der Tasse im Saarland bis zur Kaffeefarm in Brasilien: Warum wir zur Fazenda da Lagoa reisen
Jeden Morgen servieren wir Kaffee von der Fazenda da Lagoa. Viele Gäste kennen seinen Geschmack, nur wenige kennen seinen Ursprung. Ende Juni reisen wir gemeinsam mit unserem Kaffeeröster Meisterkaffee nach Minas Gerais in Brasilien auf die Fazenda da Lagoa, von der der Rohkaffee für unseren Ausschank stammt.
Vom 21. bis zum 27. Juni werden wir vor Ort erleben, wie aus einer Kaffeekirsche Rohkaffee entsteht, der später geröstet und schließlich als Espresso, Café Crème oder Cappuccino in unseren Cafés ausgeschenkt wird.
Für uns ist diese Reise weit mehr als ein Blick hinter die Kulissen. Sie ist die Möglichkeit, die Menschen, die Landschaft und die Arbeit kennenzulernen, die hinter jeder Tasse Kaffee stehen.
Eine Farm mit Wurzeln bis ins Jahr 1764
Die Ursprünge der Fazenda da Lagoa reichen bis ins Jahr 1764 zurück. Damit gehört sie zu den ältesten Farmen ihrer Region. Die Fazenda liegt nahe Santo Antônio do Amparo im Bundesstaat Minas Gerais, einem der wichtigsten Kaffeeanbaugebiete Brasiliens.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Landwirtschaft dort immer wieder verändert. Das Wissen über Anbau und Verarbeitung wurde über Generationen weitergegeben und durch moderne Methoden ergänzt. Heute verbindet die Farm traditionelle Erfahrung mit zeitgemäßem Kaffeeanbau.
Warum Minas Gerais für Kaffee so bekannt ist
Wer an brasilianischen Kaffee denkt, landet fast automatisch bei Minas Gerais. Der Bundesstaat produziert einen großen Teil des brasilianischen Arabica-Kaffees und bietet günstige Bedingungen für hochwertigen Anbau.
Die Fazenda da Lagoa liegt auf Höhen zwischen etwa 950 und 1.155 Metern. Das Zusammenspiel aus Höhenlage, Klima und Bodenverhältnissen trägt dazu bei, dass die Kaffeekirschen langsam reifen und ein ausgewogenes Aromaprofil entwickeln.
Die sanften Hügel und das gemäßigte Klima prägen die Region seit Jahrzehnten und machen Minas Gerais zu einem der bedeutendsten Kaffeeanbaugebiete der Welt.
Welche Kaffees auf der Fazenda da Lagoa wachsen
Auf der Farm werden verschiedene Arabica-Varietäten angebaut. Dazu gehören unter anderem Obatã, Catuaí, Mundo Novo, Acayá und Catucaí.
Bekannt ist die Fazenda da Lagoa insbesondere für ihre natürlich aufbereiteten Kaffees. Dabei trocknen die Kaffeekirschen nach der Ernte zunächst mitsamt Fruchtfleisch in der Sonne. Erst danach werden die Bohnen weiterverarbeitet. Dieses Verfahren wird in Brasilien traditionell häufig eingesetzt und beeinflusst den späteren Charakter des Kaffees.
Häufig beschrieben werden Noten von Kakao und Nüssen sowie ein ausgewogener Körper mit milder Säure. Genau diese Balance macht brasilianische Arabica-Kaffees bei vielen Röstern und Kaffeetrinkern beliebt.
Nachhaltigkeit spielt auf der Farm eine wichtige Rolle
Kaffeeanbau ist eng mit Klima, Wasser und Boden verbunden. Deshalb setzt die Fazenda da Lagoa seit vielen Jahren auf verschiedene Nachhaltigkeitsprogramme und Zertifizierungen.
Die Farm ist unter anderem Rainforest Alliance zertifiziert und arbeitet nach Standards wie C.A.F.E. Practices, NKG Verified und Regenagri. Darüber hinaus erfasst und dokumentiert sie ihren CO₂-Fußabdruck und veröffentlicht entsprechende Nachhaltigkeitsberichte.
Für uns ist das ein wichtiger Aspekt. Wer täglich Kaffee serviert, trägt auch Verantwortung dafür, woher dieser stammt und unter welchen Bedingungen er produziert wird.
Was wir von der Reise mitbringen möchten
In den kommenden Tagen werden wir die Farm besuchen, die Aufbereitungsanlagen besichtigen und mit den Menschen sprechen, die dort arbeiten.
Wir möchten verstehen, welche Arbeitsschritte nötig sind, bevor Kaffee seinen Weg von Brasilien nach Deutschland findet. Vor allem interessiert uns, wie Landwirtschaft, Handwerk und internationale Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette zusammenspielen.
Während unserer Reise werden wir regelmäßig Einblicke teilen, von den Kaffeeplantagen in Minas Gerais bis zu den Stationen, die eine Kaffeebohne durchläuft, bevor sie schließlich in der Tasse landet.
Wir freuen uns darauf, unsere Eindrücke direkt von der Fazenda da Lagoa mit nach Hause zu bringen und die Geschichte unseres Kaffees noch besser erzählen zu können.
Wer unseren Kaffee probieren möchte, findet ihn an allen Standorten der Bäckerei Lenert mit Kaffeeausschank.
Woher stammt der Kaffee von der Fazenda da Lagoa?
Der Kaffee stammt aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais. Die Fazenda da Lagoa liegt nahe Santo Antônio do Amparo, einer Region, die für den Anbau hochwertiger Arabica-Kaffees bekannt ist.
Welche Kaffeesorten wachsen auf der Fazenda da Lagoa?
Auf der Farm werden verschiedene Arabica-Varietäten angebaut, darunter Catuaí, Mundo Novo, Acayá, Catucaí und Obatã.
Wie schmeckt Kaffee von der Fazenda da Lagoa?
Typisch sind Noten von Kakao und Nüssen sowie ein ausgewogener Körper mit milder Säure. Das Geschmacksprofil kann je nach Ernte, Aufbereitung und Röstung leicht variieren.
Was bedeutet natürliche Kaffeeaufbereitung?
Bei der sogenannten Natural-Aufbereitung trocknen die Kaffeekirschen nach der Ernte zunächst mitsamt Fruchtfleisch in der Sonne. Erst anschließend werden die Bohnen weiterverarbeitet.
Warum besucht ihr die Fazenda da Lagoa?
Wir möchten die Herkunft unseres Kaffees besser kennenlernen, die Menschen hinter dem Anbau treffen und mehr über die einzelnen Schritte von der Kaffeepflanze bis zur gerösteten Bohne erfahren.

